Blog 753 - 02.10.2022 - Küchenplanung und Stapelungen

Das Wochenende ist voller Anspannung und Nervenknistern, weil wir abwarten müssen, ob es mit der Stelle für den Sohn klappt. Am Anfang der Woche kommt der Anruf, dass beide Final-Bewerber sehr, sehr gut sind, dass die Entscheidung schwer und sehr knapp war und dass der Sohn es leider nicht ist. Ach, wie schade! Eine herausfordernde Stelle, er hat alle Fähigkeiten dafür, ist riesig motiviert - und dann so kurz vor dem Ziel ausgebremst. Ja, natürlich klappt es demnächst woanders und es ist doch klasse, dass er so weit gekommen ist und wer weiß, wofür es gut ist, aber schade ist es trotzdem. Da tröstet es mich auch nicht, dass ich damit keinen überstürzten Umzug des Sohnes vor mir habe.

Meine Küchenplanung geht voran. Es wird eine IKEA-Küche werden, weil ich da ganz gut anpassen kann, was ich individuell brauche. Blöderweise hat IKEA die 50er-Küchenschränke gestrichen, die bei mir gut passen, und es gibt auch bei den Hochschränken nicht alle Breiten in allen Höhen. Es gibt aber auch nicht alle Türfarben in allen Breiten und Höhen. Mit Skizzen auf kariertem Papier und dem 3D-Planer am Computer schiebe ich mir meine neue Küche zurecht, die im Grundriss gar nicht so sehr anders als die alte aussehen wird, weil es nicht viele Möglichkeiten gibt.

Als die neue Aufteilung steht, bleiben drei kleine Fragen zu Schrankdetails, die ich nicht sicher beantworten kann. "Dann fahr doch jetzt sofort zu IKEA und frag nach", sagt der Gatte. Öhm, jetzt? Aber gute Idee. Dort angekommen, kann ich alles sofort klären. Die Servicemitarbeiterin fragt, ob ich einen Termin zum gemeinsamen Durchsprechen und Bestellen haben möchte. "Am 4. Oktober", schlägt sie vor. Ups, das ist ja in wenigen Tagen! Fast möchte ich um einen späteren Termin bitten, da sage ich schon zu. Das Herumgehampel bringt ja nichts. Ich weiß doch schon ungefähr, was passt, werde mich jetzt entscheiden und Anfang nächster Woche bestellen.

Der Gatte findet das gut, fragt aber: "Und was machst du, wenn alles sofort vorrätig ist?" Oh je, ich gehe fest davon aus, dass es mindestens vier Wochen Lieferzeit geben wird. Es ist doch Krisenzeit. Lieber sogar sechs oder acht Wochen, weil wir ja noch alles vorbereiten, Kacheln abschlagen und einen neuen Fußboden legen müssen. Wenn jetzt auch noch die vielen Pakete mit der neuen Küche im Wohnzimmer gestapelt werden müssten, wo ich demnächst ja auch Tisch, Stühle und die kompletten Inhalte der Küchenschränke aufstapeln muss, um überhaupt renovieren zu können ... Ich will gar nicht darüber nachdenken.

Das im letzten Jahr nach dem Starkregen wassergeschädigte Kellerstudio, in dem wir in diesem Sommer an der Decke die neuen Wasserleitungen verlegt haben, ist ebenfalls noch vollgestapelt. Um überall Löcher bohren zu können und Platz zum Arbeiten zu haben, mussten wir auch einige andere Regale im Keller leerräumen und deren Inhalt vorübergehend ins Kellerstudio stopfen.

Die Wasserleitungen funktionieren seit einigen Wochen vorbildlich und tropffrei, so dass wir jetzt mit dem Schließen der Deckenkanäle und dem Aufräumen beginnen können. Mein Wunsch wäre, dass ich bis zum Ende des Jahres eine neue Küche stehen und den Kellerraum wieder nutzbar habe. Das hört sich machbar an, es sind aber nur noch drei Monate bis dahin und es ist eine Menge Arbeit. Ich wette mal lieber auf nichts.

Auch wenn es in der Nacht manchmal stürmt und heftig regnet, kommt unsere Fipsi morgens zuverlässig zum Frühstück an. Der Gatte hat sie vorher nie gefüttert und wir überlegen, ob sie zu ihm kommen würde, wenn der Sohn und ich mal nicht da wären. Auch wenn der Gatte bei der Aufzucht nicht aktiv dabei war, weil er das Vogelkind nicht stundenlang im Nacken oder auf dem Kopf herumtragen wollte, kennt sie ihn natürlich. Mit der Hirse in die Hand geht er versuchsweise vor das Haus, ruft sie - und sie fliegt ihm auf die Hand und frisst ohne zu zögern. Gut zu wissen.

 

Blogübersicht nächstervorheriger