Baukurs Klappmaulpuppe - Fortgeschrittene - 2015

"Figuren aus Schaumstoff und anderen Kunststoffen für Fortgeschrittene",
Seminarleiter: Bodo Schulte, Figurentheater-Kolleg Bochum, August 2015


Schaumstoff-Baukurs bei Bodo Schulte. Offiziell ist es ein Intensiv-Kurs für Fortgeschrittene, intern nennen wir ihn auch "Baukurs für Bekloppte", denn auf Wunsch einiger Teilnehmer ist er auf zehn unendliche Tage angesetzt. Was für ein Luxus! Die normalen Kurse dauern um die sechs Tage, was knapp reicht, um eine Figur fertig oder zumindest fast fertig zu bauen. Zehn Tage Zeit bedeuten entspanntes Bauen, das Kniffeln an besonderen Techniken und überhaupt keine Eile. Für mich bedeuten sie zehn Tage Traumurlaub. 

Das Figurentheater-Kolleg in Bochum ist mir nach mehreren Kursen sehr vertraut. In der alten Schule befinden sich der Werkraum, weitere Seminarräume und eine große Küche mit übergroßem Tisch. Erzählungen zufolge soll an diesem Tisch früher das Lehrerkollegium gesessen haben. Jetzt kochen sich hier Seminarteilnehmer ein Essen oder trinken zusammen eine Tasse Kaffee.

Pünktlich am Morgen kommt der Seminarleiter Bodo Schulte an und hat sein Auto bis oben hin voll mit Kisten, Kästen, Stoffen, Fellen, Augen, diversen Schaumstoffen und Werkzeugen. Als versierter Puppenbauer und Puppenspieler weiß er, worauf es ankommt. Und im besten Falle wird er immer das gerade benötigte Material aus seinen Kisten zaubern können. Da er im Regelfall vorher nicht weiß, was gebaut wird, hat er zur Sicherheit eine Menge Zeug dabei.

Kaum ist alles im großen Werkraum aufgebaut, gibt es eine kurze Vorstellungsrunde, in der die zehn Teilnehmer (neun Frauen, ein Mann) angeben, was sie bauen möchten. Es ist alles möglich, von der Handpuppe über die Stabpuppe bis hin zu einer Großfigur, es werden aber wieder weitgehend Klappmaulpuppen werden.

Auf der Wunschliste stehen:
- Löwin.
- Einhorn oder Pegasus.
- Waschbär.
- Skelett mit zum Teil abnehmbaren Knochen.
- Hase mit Bauchrednerpuppe.
- Weiß ich noch nicht. Vielleicht nur eine Augenmechanik.
- Seehund.
- Ufo oder Pattextube oder Wohnwagen.
- Illustrierte Figur in eine Spielfigur umsetzen.
- Irgendwas.

Der Dozent freut sich über die Pläne, denn die versprechen, trotz der hohen Klappmauldichte, ein abwechslungsreiches Programm. Nicht nur die geplanten Figuren, auch das Niveau im Bereich der Baufähigkeit ist sehr unterschiedlich, obwohl der Kurs für Fortgeschrittene ausgeschrieben ist. Von der Anfängerin bis zur Eigentlich-schon-Profibauerin ist alles dabei. Es ist schwierig, eine Grundvoraussetzung für die Teilnahme festzulegen. Manche Leute bauen auch ohne große Erfahrung sicher und selbständig, andere haben schon Baukurse hinter sich und brauchen trotzdem immer wieder Hilfe. Ein absolvierter Anfängerkurs heißt nicht automatisch, dass Grundlagen und Fähigkeiten vorausgesetzt werden können. Und die Eigentlich-schon-Profibauerin baut ohne absolvierten Anfängerkurs sehr souverän.

Vor Beginn des Bauens erläutert Bodo Schulte Kopfformen und die damit zusammenhängende mehr oder weniger gute Spielbarkeit der Figur. Der Pegasus mit dem langen Pferdekopf wird daraufhin in einen Mandrill-Affen geändert. Ufo oder Pattextube oder Wohnwagen entscheidet sich für den Wohnwagen. Die meisten Puppenbauer greifen zu den vorliegenden Schnittmustern, aus denen sich Grundformen bauen lassen, die für eine individuelle Gestaltung leicht abzuändern sind. 

Zunächst bin ich aus der Beratungsrunde raus, denn ich beginne aus meinem Schaumstoffwürfel einen Hasenkopf zu schnippeln. Ich mag es, einen Kopf aus einem Stück zu schnitzen, und nach mehreren Kursen bei Bodo macht mir ein einfaches Klappmaul keine Probleme. Den Hasen könnte ich auch alleine zuhause bauen, aber im Kurs bleibe ich konzentrierter dran und habe wegen der netten Leute mehr Spaß. Kniffeliger wird es bei der Bauchrednerfigur werden, bei der ich nur eine eigene, nicht wirklich ausgetüftelte Idee habe, wie ich die funktionsfähig bauen könnte. Vermutlich hat dafür der Dozenten-Experte, auf den ich mich völlig verlasse, eine gute Lösung zur Hand. Aber erstmal mache ich den Hasen fertig. Der soll auch ohne seine Bauchrednerfigur einsetzbar sein, so dass ich erstmal eine normale Klappmaulpuppe baue.

Ob aus einem Block geschnitzt oder ein Schnittmusters geschnitten und geklebt wird, kann jeder Teilnehmer selbst entscheiden. Die Wahl hat mit Vorlieben, Fähigkeiten und dem Gewicht der Puppe zu tun. Zu lernen, wie mit einem Schnittmuster gearbeitet wird, lohnt sich aber immer. Wir sehen, was der Unterschied im Anlegen eines Fußballes (Fünfecke) und eines Nivea-Balles (Elipsen) ist und wie ein Schnittmuster für eine unregelmäßige Hohlfigur selber angefertigt wird. Das ist schon ziemlich aufwändig und erfordert eine sorgfältige Arbeitsweise, wenn es aber einmal gemacht ist, kann die Figur immer wieder sehr schnell gebaut werden.

Die Stimmung im Kurs ist prima. Einige Teilnehmer kennen sich schon aus anderen Kursen, es wird viel gelacht und locker miteinander umgegangen. Ein schweiz-deutscher Tisch wird sofort bei Arbeitsbeginn mittig mit einer Holzlatte getrennt, was einerseits den Vorteil hat, dass der Grenzbalken nett mit kleinen Fähnchen und Plastikblumen verziert werden kann, andererseits aber auch das eigene Material von Grenzüberschreitungen mit nachfolgenden Suchaktionen abhält. "Hat es Kaffee" oder "Gibt es Kaffee"? ist eine Frage, die den schweizerisch-deutschen Raum lange beschäftigt, bis eine Schweizerin entschieden feststellt: "Es ist ganz einfach. Entweder es hat oder es hat nicht." So schnell schafft man Einigung.

Bodo, der im Vorfeld vielleicht dachte, dass er im Fortgeschrittenenkurs nur noch bei den kniffeligen Sachen beraten muss und ansonsten viele seiner Extra-Sachen zeigen und vermitteln kann, geht immer wieder von einem Teilnehmer zum nächsten, um Fragen zum Bau der jeweiligen Figur zu beantworten. Kaum ist er hinten angekommen, gibt es vorne schon die nächsten Fragen. Geduldig wechselt er von einem Platz zum nächsten und stellt sich auf jedes Bauproblem ein. Hier wird schon über eine Augenmechanik gegrübelt, dort muss nochmal erklärt werden, wie Schaumstoff überhaupt geklebt wird. Das kostet Zeit, aber gerade am Anfang muss ein Projekt richtig überlegt und richtig begonnen werden.

Freigiebig gibt er sein Wissen und seine Erfahrung weiter und erklärt sehr genau, wie er etwas macht und worauf geachtet werden muss. Als Teilnehmer hat man nie das Gefühl, dass er nur einen Teilbereich verrät und wichtige "Betriebsgeheimnisse" für sich behält. Er möchte, dass gut spielbare Puppen gebaut werden und freut sich sehr, wenn die Teilnehmer am Ende tolle Ergebnisse haben. Dass er selber auch immer wieder Anregungen bekommt und über Bautechniken grübeln kann, die er noch nicht vorliegen hatte, macht es für ihn spannend.

Mit meinem Hasen, der bautechnisch nichts Neues verlangt, kann ich schön vor mich hin arbeiten. Hach, ich liebe es sehr an einer Klappmaulpuppe zu arbeiten. Wenn dann nette Leute dabei sind, meine Schweizerinnen mit ihrem liebenswerten Akzent zu hören sind und von irgendwoher Bodos dröhnendes Lachen klingt, ist das so entspannend und schön wie für andere Leute Urlaub unter Palmen. Am Anfang können wir gar nicht vermeiden, uns immer wieder darauf hinzuweisen, wie unwahrscheinlich viele Tage noch vor uns liegen. "Boah! Wir sind schon zwei Tage dran und in drei Tagen ist erst Halbzeit! Wie großartig!"

Der Hase bekommt einen Körper und sein Fell, der Wohnwagen wird jetzt doch gegen ein Ufo getauscht und Vielleicht-nur-eine-Augenmechanik baut an einem großen Fuchs. Hat ein Seehund eine runde oder eine spitze Schnauze? Und was sind die Unterschiede zwischen Seehund, Robbe, Seelöwe und Seebär? Auf dem Skelett-Tisch liegen stündlich mehr Knochen, die verblüffend echt aussehen. Es wird geschnitten und geklebt, der Pattexdunst wabert, die Tische werden stetig mit Material zugebaut und die Werkstatt sieht erstaunlich schnell ziemlich bunt und chaotisch aus. So muss es sein.

Augen für Figuren können beispielsweise aus Tischtennisbällen gebaut oder mit Heißluft aus Polystyrol geformt werden. Der Seminarleiter erklärt, wie es geht. Außerdem werden Abdrücke geformt und damit Zähne und Krallen gegossen. Schöne Sätze wie: "Wenn deine Augen hart sind, nimmst du sie raus", "Schreib dir ein L in den Kopf" oder "Mein Ohr ist verschwunden!" erfreuen mich sehr. Das ist der Klang der Baukurse.

Zum Gießen und Formen sind diverse Substanzen nötig. Die Fläschchen, Tiegel und Dosen erinnern an den Chemieunterricht in der Schule. Ich erwarte ständig, dass es knallt und raucht, aber trotz eigensinniger Waage und einiger grob abgeschätzer Mischungsverhältnisse liegen am Ende vorbildliche Krallen und Zähne auf dem Tisch, die in verschiedene Objekte verbaut werden.

Da die Werkstatt durchgehend zur Verfügung steht, wird von mehreren Teilnehmern auch nach dem offiziellen Schluss weiter gearbeitet. Von einigen regelmäßig bis in die Morgenstunden. Es ist einfach zu schön, eine Werkstatt und genügend Zeit zu haben. Wenn wir die Werkstatt am Morgen nach meist zu wenig Schlaf betreten, greifen wir ohne Zögern sofort wieder zum Cuttermesser oder der Pattextube und machen dort weiter, wo wir vor dem Schlafengehen aufgehört haben. Wir sitzen vor unserem Arbeitstisch und der ganze Tag dreht sich nur um das Bauen. Wunderbar! Eine Teilnehmerin aus der Schweiz stellt plötzlich lachend fest: "Es ist schon komisch, dass man Urlaub macht, zehn Tage auf dem gleichen Stuhl."

Hin und wieder gibt es kurze Besuche in der Werkstatt von Teilnehmern früherer Kurse, die jemanden aus dem jetzigen Kurs kennen. Die Besucher sind oft schneller an ihren gebauten Figuren als an ihren realen Namen einzuordnen. Die Kuh kommt, das Eichhörnchen, der Esel ... Karl Heinz bringt am Abend sogar ein kleines Buffet mit, zu dem es eine Flasche Wein geben soll. Da der seltsame Plastikkorken nicht raus geht, wird eine Ausgießöffnung professionell mit dem Schraubenzieher gebohrt. Wir sind lässig und werkstatterfahren. Ob nun Silikon in eine Form oder Rotwein in ein Teeglas gegossen wird - in einem Baukurs geht alles.

Die Figuren wachsen. Der Mandrill bekommt ein exklusives Fell und sieht gar nicht mehr lustig puppig, sondern ernsthaft ausgestopft aus, mein Hase bekommt die ein wenig gruselige Bauchrednerfigur an seine Seite, der Waschbär hat schwarze Hände und Vielleicht-nur-eine-Augenmechanik baut nach dem Fuchs nun auch noch ein Glühwürmchen. Das Ufo schwankt nochmal kurz zum Wohnwagen, bleibt dann aber doch beim Ufo und erhält noch vor dem ersten Flug eine Menge Blinker, Sirenen und Extras, die den Kurs unterhalten. Ich wundere mich lange, dass so viel Polizei im Bochumer Vorort unterwegs ist, bis mir klar wird, dass neben mir eine halblaute Ufo-Sirene erklingt. Das Skelett ist ein Haufen voll Knochen und ganz wundervoll.

Viele Teilnehmer wollen etwas zur Augenmechanik erfahren, aber der Seminarleiter kommt lange nicht zum Vorbereiten eines Demonstrationsobjektes, weil es unablässig Fragen zu den aktuellen Figuren gibt. "Wie bekomme ich mehr Platz für meine Finger?" "Warum habe ich diese Kante?" "Was für ein Fell würdest du nehmen?" "Wie mache ich die Nase fest?" "Ist das nicht viel zu groß?" "Hast du Schnittmuster XY für mich?" Geduldig geht er von einem zum anderen und bekommt keine freie Zeit. Das hält ihn nicht davon ab sich über Fortschritte zu freuen, gute Ergebnisse zu loben oder auch mal grinsend zu kritisieren. "Was ist das denn?", fragt er eine der Schweizerinnen, die an einem kleinen Stück Schaumstoff schnippelt. "Das wird eine Kugel", erklärt sie. Er grinst breit: "Das heißt bei uns Würfel." Genau aus diesem Grund machen die Kurse bei Bodo so viel Spaß. Es wird konzentriert gearbeitet, viel gelernt, aber auch sehr viel gelacht.

Als es an die Innentechnik meines Bauchredners geht, brauche auch ich die Hilfe des Dozenten. Oben soll der Mund aufklappen, aber unten kann nur bedient werden. Kein Problem für Bodo. Er erklärt, zeigt, holt aus seinen Kisten und Kästen die passende Schnur, eine kleine Zugfeder, ein Schlageisen - und schon steht der Anfang, ich habe das Prinzip verstanden und weiß, worauf es ankommt. Jetzt bastel ich mir den Rest alleine zurecht, auf jedem seiner Rundgänge von Bodo angesprochen, ob alles klappt oder ob ich Fragen habe. Er hat gut im Blick, wo es gerade läuft und wo er etwas intensiver unterstützen muss.

Vor dem Kolleg wird nach Anleitung Schaumstoff und Fell gefärbt und an der großen Schleifmaschine wird Schaumstoff geschliffen. Das Schleifen ist eine spannende Angelegenheit, denn die Schleifmaschine zieht gerne mal ganze Stücke ein. Das gelingt ihr auch diesmal, aber die Schäden sind überschaubar und mit einem kräftigen Fluch und ein paar kleinen Ausbesserungen zu bewältigen. Gelacht wird trotzdem viel. Es gibt tolle Leute im Kurs, es werden Tipps hin und her gegeben, Ergebnisse beurteilt und Werkzeuge verliehen. Außerdem wird immer wieder Kaffee gekocht und aus diversen Taschen Schokolade geholt und daneben gelegt.

Gegen Ende des Kurses ist endlich mal Zeit für die Augenmechanik, die Bodo dann doch mal schnell zwischendurch als Theorie-Modell anfertigen konnte. Ach, so lassen sich also Augen hin- und herbewegen und mit so einer Mechanik können Augenlider hoch und runter klappen. Bodo warnt schon vorher, dass der Einbau aufwändig ist und schnell mal einen ganzen Tag oder auch zwei kosten kann. Ja, das ist schon ganz schön viel Zeug, nur um mal mit den Augen zu klimpern. Ob eine Augenmechanik für die nächste Puppe geplant und eingebaut wird, können wir jetzt überlegen. Einzig das Skelett hat inzwischen bewegliche Augen, die sich in ihrem Totenschädel gruselig rollen lassen.

Es gibt noch Hände mit biegbaren Fingern, Seehundflossen, Affenfüße, ein beleuchtetes Glühwürmchen-Hinterteil mit Batteriefach und An- und Ausschalter, einen passenden Deckel für das Raumschiff - bis zum Schluss bleibt es vielfältig. Bodo guckt an, berät, biegt, bohrt und klebt. Außerdem zeigt er, wie die Figuren durch Farben noch ausdrucksstärker werden, verreibt Pastellfarben, sprüht mit der Airbrushpistole und überlässt seine Farbkästen zum Colorieren.

Haben wir zu Beginn noch gedacht, dass die zehn Tage unendlich lang sind und wir gegen Ende ganz gemütlich die letzten Stiche nähen und fertig sind, erweist sich die Aussage von Bodo: "Egal wie lang, es ist immer zu kurz" als richtig. "Das mache ich dann zuhause fertig", wird zum häufigsten Satz. Der Unterschied zu den kürzeren Kursen ist trotzdem zu spüren. Die Arbeitsatmosphäre ist entspannter, der Druck nicht so groß und es ist deutlich mehr zu schaffen. Von mir aus könnten die immer so lang sein.

Am Ende ist
- die Löwin knapp halb fertig, aber die Teilnehmerin musste früher weg und hatte somit nur einen fünf-Tage-Kurs,
- der Pegasus ein mächtiger Affenkopf, dessen Körper und Arme noch im Rohzustand sind,
- der Waschbär fertig, inklusive minikleinem Gummihandschuh, Putzlappen und Waschzwang,
- das Skelett mit Augendrehmechanismus fertig und ein Hingucker,
- der Hase mit Bauchrednerpuppe fertig und funktionsfähig,
- die Vielleicht-eine-Augenmechanik ein fertiger Fuchs und ein fertiges, grün leuchtendes Glühwürmchen,
- der Seehund in einer letzten Gewalt-Nachtaktion fertig genäht,
- das Ufo samt Besatzung nach diversen Umbauaktionen flugbereit,
- die Illustrierte Figur sehr arbeitsaufwändig in eine Klappmaul-Spielfigur umgesetzt und
- Irgendwas ein fast fertiger, grobschlächtiger Charaktertyp mit Hemd und Hose.

Die Werkstatt wird aufgeräumt, die Kisten und Kästen werden mit Millimeterabstand ins Auto des Dozenten gestapelt, es werden Fotos gemacht, das Glühwürmchen fliegt leuchtend durch das dunkle Foyer, das Raumschiff blinkt hinterher und der Dozent hat eine neue Krawatte, um bei den nächsten Festlichkeiten stilsicher gekleidet zu sein. Auch bei diesem Kurs denken wir erst an die Herstellung der Spielstäbe, als es schon zu spät ist. Wir haben keine Zeit mehr, sie zu bauen. Zehn Tage sind aber auch viel zu kurz!

Ich komme mit Hase und Bauchredner zuhause an und brauche etwas länger, um aus dem intensiven, schönen Kursgefühl zu kommen. So wie man eben nach einem Traumurlaub erstmal wieder ankommen muss. Andere hören noch tagelang die Palmen rauschen, ich habe noch die Bandsäge im Ohr, den Pattexduft in der Nase und Musik im Kopf.