Blog 627 - 03.05.2020 - Neugierige Kaninchen und Videoprojekte

Kaum sitzt das Dach auf dem neuen Kaninchengehege, regnet es. Das ist prima, denn das Dach ist nicht nur zum Kaninchentrockenhalten gedacht, sondern auch zum Wassersammeln. Beides klappt vorbildlich. Die Tropfen fallen aufs Dach, rollen bis in die Dachrinne und plätschern von dort in die bereitstehende Wassertonne, während gleichzeitig die Kaninchen trocken bleiben. Wenn das mal nicht schlau gedacht ist.

Entweder haben die Kaninchen noch nicht bemerkt, dass ihr Gehege nach unten mit einem Gitter abgesichert ist, oder sie wollen nachprüfen, ob das wirklich durchgehend so ist. Sie buddeln wie wahnsinnig. Immer mehr Löcher sind zu sehen und es gibt schon Gänge unter der Oberfläche, auch wenn es nicht wirklich tief geht. Eigentlich hatte ich das Legen von Betonplatten im hinteren Schlafbereich noch aufschieben wollen, aber weil ich dort kein Gitter in den Boden gelegt habe, ist mir das zu riskant. Der Boden ist dort zwar viel steiniger, aber das wird sie nicht mehr lange vom Gänge bauen abhalten.

Geplant hatte ich glatte Gehsteigplatten, die ich gut abkehren kann, aber dafür müsste ich erst in den Baumarkt. Kurzentschlossen nehme ich Splitreste und einige der gebrauchten Betonplatten, die für einen Weg gedacht waren, und lege damit den hinteren Teil des Geheges aus. Die Kaninchen finden meine Arbeit sehr spannend und hängen immer dazwischen. Beim Ablegen jeder Betonplatte muss ich nachsehen, ob nicht gerade ein Kaninchen darunter gehüpft ist und sich die Sache von unten ansieht. Immerhin hält sie das vom Buddeln ab. Wenigstens so lange, bis ich fertig gelegt habe.  

Den endgültigen Innenausbau des Kaninchengeheges verschiebe ich noch, denn der muss erst im Winter fertig sein. Mit der Übergangslösung aus verschieden hohen Holzkisten und Podesten sind die Kaninchen aber schon mehr als zufrieden. Überall können sie durchkriechen, reinhüpfen, hochspringen. Für abenteuerlustige Kaninchen ist das ein spannendes Zuhause.

Das bis jetzt sehr sommerliche Wetter wird kühler, da passt es gut, dass der alte Schneidecomputer mal wieder aufgebaut und aktiviert werden muss. Ein kleines Videoprojekt ist im Gespräch, bei dem noch nicht ganz klar ist, ob es wirklich gemacht wird. Um was es geht, weiß ich, kann aber nicht beurteilen, ob ich genug passendes Bildmaterial habe.

Sicherheitshalber beginne ich sofort mit dem Raussuchen möglicher Szenen, ehe es später, wenn es schnell gehen muss, ewig lange dauert, alles überhaupt mal zu sichten. Wie gut, dass ich im letzten Jahr schon einen Großteil meiner aufgenommenen Videos auf Festplatten gespielt habe. Aber auch so dauert es noch viele Stunden, die Aufnahmen im Schnelldurchlauf durchzugehen und Videos mit passenden Szenen auf den Computer zu spielen.

Nach einem Grobschnitt lege ich mir ein großes Projekt mit möglichem Grundmaterial an. Die Vorbereitungen sind gemacht, jetzt muss ich erstmal auf die Details zum Projekt und überhaupt ein OK warten. Weil der Computer gerade bereit ist, beginne ich spontan mit dem Schneiden des Mitschnitts der "12 Geschworenen". Die Dernière war im Januar, den Text kann ich immer noch mitsprechen. Und immer noch finde ich das Stück spannend und richtig gut. Wir müssen unbedingt einen gemeinsamen DVD-Abend mit der ganzen Gruppe machen, an dem wir das Ergebnis unserer Arbeit ansehen.

Langsam beginnen die ersten Lockerungen in der Corona-Krise. Das ist gut, ich befürchte aber, dass damit für viele Leute die Abstandsregeln sofort aufgehoben sind und die Ansteckungszahlen wieder gewaltig steigen werden. Dabei ließe sich mit vorsichtigem Abstand und viel Händewaschen ein fast schon "normales" Leben erreichen. Es ist schon gut, dass ich das Thema Corona in den sozialen Medien fast komplett ignoriere. Das schont die Nerven, denn was da an Blödheit unterwegs ist, ist nicht zu fassen. Was ich nicht lese, regt mich nicht auf. Einen persönlichen Vorteil hatten die öffentlichen Einschränkungen aber durchaus für mich: Zum ersten Mal wurde im dörflichen Schützenhaus nicht lautstark in den Mai gefeiert. Es war ganz leise und trotzdem war am nächsten Tag der 1. Mai. Geht doch.

          
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