Blog 624 - 12.04.2020 - Keine Klagen und Erde unter den Fingernägeln

Keine Frage, der Coronavirus ist heftig und seine Auswirkungen für Kranke, Gefährdete, Pflegepersonal und Leute, denen der Verdienst wegbricht, riesig. Bei mir dagegen gibt es im Alltag nur wenig Veränderung und die vorübergehenden Einschränkungen im öffentlichen Leben kann ich gut hinnehmen. Es gibt wirklich Schlimmeres als mal weitgehend Zuhause zu bleiben und Kontakte auf fast Null zu fahren. Ob das der richtige Weg ist und welche Maßnahmen bei einer Pandemie passen, muss ausprobiert werden, aber eine Kontakteinschränkung scheint mir als erste und schnellste Maßnahme logisch.

Ich persönlich habe also keinen Grund zu klagen. Beziehungsweise wären Klagen in meiner Position unverschämt. Muss man ja auch mal sehen und dankbar erkennen. Allerdings finde ich, dass sehr viele Kleingeschäfte wieder öffnen könnten. Dann gehen eben immer nur ein oder zwei Kunden gleichzeitig rein, um den Sicherheitsabstand zu wahren, und die anderen warten davor. Lässt sich doch alles machen. Mal sehen, ob die Regierung da auch noch drauf kommt.

In dieser Woche bin ich vorwiegend im Garten unterwegs. Es geht bei mir weitgehend um Spaten und Hacke, Erde unter den Fingernägeln, Schweiß, Staub und richtig viel Arbeit. Finde ich alles ziemlich gut. Den April hatte ich mir schon zu Beginn des Jahres vorsorglich markiert, damit ich mir keine mehrtägigen Projekte, Kurse oder Arbeiten reinsetze, sondern Zeit für den Garten habe. Das hätte ich aber auch ohne Corona geschafft, ehe da jemand Zusammenhänge vermutet. Die Verschwörungstheoretiker sind sowieso schon wild unterwegs.

Töpfe gießen ...  

 ... Blumen ansehen ...

... frühen Weinaustrieb bestaunen ...

    

 ... Kompostecke umbauen ...

  ... Erde sieben ...

 ... über Grün gucken ...

 ... Erde umsetzen ...

 ... nochmal Blumen ansehen.

Osterbesuche muss ich nicht machen und nicht erwarten, keine Essen und Kuchen vorbereiten und nicht dementsprechend viel abwaschen und aufräumen. Ich mache, was ich will, gehe zwischendurch in den Garten, backe einen Kuchen, wenn ich Kuchen essen möchte - Ganz ehrlich: ich hatte noch nie so entspannte Ostertage.

          
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