Blog 343 - 23.11.2014 - Gregor und der Hackerangriff

Ich freue mich seit langem auf ein Gregor Meyle-Konzert bis mir kurz vorher plötzlich einfällt, dass es ein Stehkonzert ist. "Och nööööö!“. Meine letzte Woche war voll und ich hätte gerne einen gemütlichen Sitzplatz. Will ich wirklich erst vor dem Theater stehen und auf den Einlass warten, dann im Saal auf den Konzertbeginn warten und dann noch das ganze Konzert über stehen? Und das bei Gregor Meyle, der gerne lange, intensive Konzerte gibt?

Aber die Erwartung auf Gregor Meyle zieht, auch ohne Stuhl, und weil auch der Nieselregen pünktlich aufhört, stehe ich eine halbe Stunde vor dem Einlass in der Warteschlange vor dem Kölner Gloria, dann eine Stunde im Saal und dann noch das ganze Konzert über. Das dauert drei Stunden am Stück - und ich bin topfit, singe mit und finde, dass es eine großartige Idee war, zu diesem großartigen Konzert zu gehen. Von mir aus hätte es auch gerne noch länger dauern können.

Wie toll, dass Gregor jetzt so volle Konzerthallen hat und es überall Zusatzkonzerte geben muss, die dann auch blitzschnell ausverkauft sind! Nach dem Konzert kommt ein in Köln bekannter Musiker zu ihm und bittet um ein gemeinsames Foto. „Mach keinen Quatsch!“ ruft Gregor überrascht und fast abwehrend. „Ich war früher euer Techniker!“ Natürlich macht er trotzdem eins, aber die leichte Verwunderung über den Umschwung in seinem Leben ist ihm anzumerken.

Auch bei mir gibt es einen radikalen Wechsel. Ein Viren-Hacker-Sonstwas-Angriff auf die gurkentee-Internetseite zerstört sie. Dass sie veraltet war und dringend neu gemacht werden musste, wusste ich, aber das hatte ich mir für den Winter vorgenommen. Außerdem habe ich gerade mit den Vorbereitungen zum Umbau meiner anderen Homepage begonnen. Jetzt muss es schnell an die gurkentee-Seite gehen, was problematisch ist, weil ich selber keine Ahnung habe und auch mein Homepagebauer sich erst in die neue Programm-Version einarbeiten muss. Zum Glück lassen sich die vielen Blogbeiträge, die ich nirgendwo gespeichert habe, in einer Notversion retten. Wie schade wäre das gewesen, wenn sie einfach in den Weiten des Internets verschwunden wären!

Aber was für eine Arbeit, die Texte alle einzeln zu kopieren, Massen von Programmierzeichen aus den Sätzen zu löschen, die Bilder zu suchen und alles neu zusammen zu setzen. Ganz abgesehen von den Beiträgen über die Bücher, die Lesungen und das Bestellen. Naja, hilft ja nichts. Da muss ich jetzt eben viel vorbereiten, damit die gurkentee-Seite möglichst bald wieder da ist.