Blog 513 - 25.02.2018 - Wartende Puppen und Vintage-Tür mit Lichtspiel

Der Puppenauftritt bei der Jubiläumsshow ist vorbei und bei den Zeitungsberichten ist zu sehen, wie bunt die vielen Puppen nicht nur ihre Nummer, sondern auch das Finalbild gemacht haben. Wie schön! Und ich grinse immer noch los, wenn ich daran denke, dass beim Finallied rhrythmisch mitgeklatscht wurde und ich plötzlich sah, dass einer der Puppenspieler das mit seinen beiden Puppen machte, indem er ihre Köpfe regelmäßig aneinanderschlug. Aua! Aua! Aua! Obwohl es so schrecklich war und ich selber nie auf die Idee gekommen wäre mit Puppenköpfen zu klatschen, musste ich lachen. 

Jetzt sind die Puppen wieder zuhause, sitzen aber immer noch in den Transporttaschen. Für die Show hatte ich noch weitere Monster gebaut, und nun habe ich so viele Puppen, dass ich nicht weiß, wo ich sie alle unterbringen soll. Stelle ich nur noch die Hälfte auf ihr Regal und lasse die anderen Puppen in Kisten unterm Bett? Wer kommt aufs Regal und wer darf nicht? Wechsel ich wöchentlich aus?

Während ich die Tüten stehen lasse und eine Entscheidung einfach mal abwarte, kommt der Frosch ins Spiel. Ich mache einen Auftrittstermin aus, im Juni im Sauerland. Ich freue mich sehr! Nachdem das Froschstück mich im letzten Jahr mehrere Monate intensive Arbeit gekostet hat - Stück schreiben, Puppen bauen, Bühne bauen, inszenieren, proben - habe ich es nach den Auftritten bewusst weggepackt, um erstmal Luft zu holen und auch etwas Abstand zu bekommen. Eigentlich wollte ich es dann noch im Dezember an einigen Stellen leicht überarbeiten, aber jetzt wird aus Dezember eben März. Das schadet nicht, denn das Stück ist mir noch sehr präsent und es wird Zeit, dass ich es aufpoliere und wieder spiele.

Für dieses Jahr hatte ich mir vorgenommen das Puppen-Froschstück mehrfach zu spielen, aber auch ein neues, kleineres Puppenstück zu inszenieren, sowie ein komplettes Kinderbuch zu schreiben und zu illustrieren. Jetzt merke ich, dass ich mir damit selber zu viel Druck mache. Aus dem "ich will" mache ich ein "ich könnte". Den Frosch mache ich auf jeden Fall, aber "ich könnte auch ein Puppenstück machen und ich könnte ein Kinderbuch machen." Wenn ich genügend Zeit und Lust habe, fange ich einfach an und sehe, wie weit ich komme. Und wenn es nicht in diesem Jahr fertig wird, dann eben im nächsten. Kaum ist mir das bewusst, kommt mir der bevorstehende Sommer offen, frei und wie eine riesige Menge Zeit vor. Wer weiß, vielleicht spiele ich dann doch in einem Theaterstück mit? Das hatte ich wegen meiner eigenen Verpflichtungen schon total abgeschrieben.

Das nächste Bastel-Projekt steht aber auch schon bereit. Die frühere Haustür des Nachbarhauses sollte in den Müllcontainer. Wie schade um die bunte Bleiverglasung und das schöne Lichtspiel! Als Haustür ist sie wegen fehlender Isolierung und aus Sicherheitsgründen nicht mehr einsetzbar. Aber warum nicht als Teil meiner Schuppenwand? Ich könnte sie anschmirgeln, das Holz farblich anpassen und sie als Wandteil mit Lichteinfall verwenden.

Das Ergebnis kann wie eine phantastische Designidee aussehen: Alte Strukturen und buntes Glas in einer ansonsten unauffälligen Holzverkleidung. Cooler Vintagelook in zeitloser Umgebung. Oder es sieht aus wie eine alte, unmodische Tür, die - warum auch immer - in eine Schuppenwand geschraubt ist. Warten wir's ab.

            
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