Blog 488 - 03.09.2017 - Grob- und Feinmotorik

Im Vorgarten geht es weiter mit den Hack- und Bauarbeiten.Es ist kaum zu glauben, wie viele Wurzeln sich durch den Boden ziehen. Kaum denke ich, die Erde ist frei, hacke ich spaßeshalber nochmal rein und hänge im nächsten Wurzelgeflecht fest. Mal sehen, wo es im nächsten Frühjahr trotz der Hackerei überall wieder sprießt.

Aus meinen seit dem letzten Jahr aufgestapelten Betonsteinen pflaster ich einen kleinen Weg. Der muss nicht für die Ewigkeit sein, also brauche ich keine Unmengen von Unterbaukies und Split, ich klopfe ihn einfach auf der Erde fest. Da an einigen Stellen noch sehr dicke Tannenwurzeln knapp unter der Oberfläche liegen, die ich nicht mal eben raushacken kann, pflastere ich die Steine einfach in kleinen Wellen und Kurven über sie hinweg. Leichte, luftige, wie hingeworfene Wege scheinen meine Spezialität zu sein. Sogar ich bin beim Darüberlaufen immer wieder erstaunt, dass dann doch alles hält und erstaunlich stabil und vertrauenserweckend ist. 

Da ich den Weg nur selten nutzen werde, wird er trotz der sehr einfachen Bauweise vermutlich recht lange halten. Sein großer Vorteil ist, dass ich ihn auch ganz schnell wieder entfernen kann, wenn ich andere Sachen plane. Aber noch ist erst das erste Drittel fertig. Dahinter sind in den nächsten Wochen noch viele Wurzeln zu hacken.

Damit ich nicht nur grobmotorisch mit markigen Hammerschlägen Betonsteine festklopfe und Dreckspuren hinter mir herziehe, sitze ich abends hausmütterlich im Sessel - also so hausmütterlich wie ich nur wirken kann - und stricke winzigkleine Babystrümpfe. Die allerdings mit doppeltem Faden, damit es dicke, wärmende Baby-Wintersocken werden. Macht Spaß. Und wird die noch kleinen Füße meiner Großnichte warm halten.

            
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