Blog 479 - 02.07.2017 - Zwischen Wildschweinplüsch und Puppenwerkstatt

Ich habe Urlaub. So fühlt es sich zumindest an. Es liegt nichts Wichtiges an, die Tage plätschern entspannt vor sich hin und ich erledige liegengebliebene Sachen.

Alles, was ich in den letzten Wochen aus Regalen, Schubladen und Kisten im Arbeitszimmer geholt und in aller Eile quer übereinander auf dem Tisch abgelegt habe, räume ich endlich weg, danach sortiere ich noch die Stoffe und habe endlich wieder einen Arbeitsplatz, an dem ich alles finde. Oder fast alles.

Meine Stoffberge sind kaum noch unterzubringen. Vor allem braungrauen Plüsch gibt es viel, aus dem sich Wildschweine, Wölfe und Bären nähen ließen. Vermutlich springt durch mein Hirn immer noch die Straßenkatze, die ich schon seit langem bauen möchte, und schreit bei jedem passenden Plüsch: "Nimm ihn mit, den brauche ich!" Ich sollte darüber nachdenken, ob ich mal ein Puppenstück mit vielen Wildschweinen, Wölfen und Bären machen möchte. Mit sehr vielen. 

Am Samstagabend ist ein Open Air Konzert von Purple Schulz im örtlichen Biergarten geplant, das wegen des angekündigten Regens kurzfristig in den nächsten Monat verschoben wird. In diesem Fall prima, denn stattdessen kann ich spontan ins Sauerland fahren und beim Zusammenbau einer Großfigur helfen. Wir sind erst zu dritt, dann zu viert und zum Ausprobieren der Spielfigur zwischenzeitlich sogar mal zu siebt.   

Und obwohl ich früh morgens losfahre, spät am Abend erst wieder zuhause bin und dazwischen fast durchgehend klebe, halte, tüftel, ausprobiere und anpacke, gilt der Tag nicht als Arbeit, sondern als Urlaub. Vielleicht noch als Weiterbildungsseminar mit hohem Vergnügungsfaktor. Mit netten Leuten in einer Puppenbau-Werkstatt zu werkeln, zusammen Probleme zu lösen, Hand in Hand zu arbeiten und nach und nach eine funktionierende Figur entstehen zu sehen, ist einfach klasse.

           
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