Blog 454 - 08.01.2017 - Sieben Länder und Puppen-Impro

Sie ersten beiden Tage des Jahres verbringe ich in sieben verschiedenen Ländern. Die meisten davon durchfahre ich allerdings nur. Und es ist nicht ganz so aufregend, wie es sich anhört, denn es sind Bundesländer. Um mal eben den Sohn in Chemnitz zu besuchen, muss ich jetzt einmal von links nach rechts durch Deutschland. Für den Hinweg wähle ich diesmal die obere Strecke durch das Sauerland, zurück geht es durch Thüringen. 

In Chemnitz beginnt es gerade leicht zu schneien und ich habe das Gefühl, nicht nur das Bundesland gewechselt zu haben, sondern auch die Jahreszeit, denn im Rheinland ist gerade sonniger Herbst. Ich könnte glatt erzählen, ich sei zum Jahreswechsel in den Schnee gefahren, was sich nach Skifahren, Pulverschnee und weißen Augenrändern wegen der Skibrille anhört. Mach ich aber nicht.

Wieder zuhause besuche ich im Kölner Gloria-Theater "Pfoten hoch", die Impro-Puppen-Show mit Martin Reinl und Carsten Haffke. Der lustige, sehr kurzweilige Abend, an dem auch Lachtränen rollen, macht mir viel Spaß. Es ist die letzte "Pfoten hoch"-Show nach fünf Jahren Laufzeit. Bei einer der ersten, damals noch moderiert von Hennes Bender, war ich auch schon als Zuschauerin dabei.

In den fünf Jahren von der ersten bis zur letzten Show hat sich bei mir einiges geändert. Damals sah ich zu und dachte, dass ich ja eigentlich in meinem Leben gerne Puppenspielerin geworden wäre. Und Imro-Theater würde ich auch gerne mal irgendwann lernen. Jetzt gucke ich mit professionellem Blick beim Puppenspielen zu, habe mit Martin und Carsten im letzten Monat schon gemeinsam hinter der Spielleiste gehockt und dabei Puppen bewegt, und das Üben von Improvisationen in Workshops hat schon begonnen.

Am Ende der Woche schickt der Sohn aus Chemnitz ein Foto. Es schneit immer noch und sieht inzwischen aus, als wären Skier doch angebracht. Allerdings gibt es in der Stadt zu wenig Abfahrtshügel und keine Lifte. Aber vielleicht könnte man Langlauf-Loipen spuren. 

Beim Puppenbau möchte ich in der Woche die beiden noch fehlenden Köpfe schnitzen und beide Puppen dann fertig beziehen. Ein guter Plan. Und klappt er? Nein. Der Gatte hat frei und ich bin noch im Ferienmodus. Muss auch mal sein.

   
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