Blog 410 - 06.03.2016 - Froscheingriffe und Gartenpläne

Im Kalender stehen in dieser Woche kaum Termine. Ich werkel, räume, nähe vor mich hin und finde es prima, wenn ich an einigen Tagen so gar nicht auf die Uhr gucken muss. Wenn es dunkel wird, ist der Tag zu Ende, das reicht.

Der Frosch ist nur klein, braucht aber trotzdem seine Bauzeit. Zuerst überlege ich noch, ob ich ihn von unten spiele oder ob ich einen Eingriff am Hinterkopf mache oder sicherheitshalber beides vorsehe, weil ich eben noch gar nicht weiß, wie ich ihn beim Inszenierungskurs einsetzen werde. Aber dann baue ich ihn einfach so, wie ich alle meine Klappmaulpuppen baue, mit Eingriff von unten. Was soll ich mir Gedanken über Sachen machen, die ich sowieso nicht beantworten kann, ehe ich mitten im Kurs sitze. Wenn er dann nicht passt, kann er eben nicht mitspielen. Da bin ich knallhart.

Im Garten sieht es seit letzter Woche in einigen Bereichen schlimm aus. Kein Wunder, wenn man mich da ungebremst mit der Motorsäge hantieren lässt. Aber auch wenn es anders wirkt, ich habe nicht blindlings umgesägt, was mir im Weg stand. Weitläufig gesehen ist alles Teil meines Landschaftsplanes. Eines ungefähren, sehr groben Planes, bei dem ich zwar Ziele habe, mich aber auch immer wieder vom Ergebnis überraschen lasse. 

Von den recht hohen Hügeln aus abgehackten Ästen lenke ich geschickt ab, indem ich an anderen Stellen alles kahl mache. Auch das nach Plan. Vielleicht sollten Gartenliebhaber nicht unbedingt jetzt einen Besuch meiner Außenanlagen anstreben. Im Sommer wird das alles sehr hübsch aussehen. Vielleicht nicht überall, aber zumindest an vielen Stellen. Da bin ich unerschütterlich positiv.

Zum Glück gibt es ja auch Stellen im Garten, an denen es grün bleibt und die schon ungefähr dem Plan entsprechen. Genau dort möchte ich allerdings im Sommer beginnen, meine ersteigerten 3000 Kilo Betonpflastersteine in Wege und Stufen zu verwandeln. Das bedeutet Rasen weg, buddeln, Erdhaufen aufwerfen. Auch da denke ich zuversichtlich: Sieht erstmal blöd aus, wird danach aber schön.

Auch im Arbeitszimmer räume und ordne ich. In der Mitte der Woche stehen die neuen Plastikboxen mit dem sortierten Baukram beschriftet und ordentlich auf einem Regal übereinander. Allerdings baue ich gerade am Frosch, und darum stehen die Kleinkramboxen am Ende der Woche fast alle wieder geöffnet auf dem Tisch. Weil der platzmäßig nicht ausreicht, auch auf dem Boden. Drumherum liegen viele neue Schaumstoff- und Stoffschnipsel. Für meine Ordnungsabteilung gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht: Der Frosch ist so gut wie fertig, es kann alles wieder ein- und aufgeräumt werden. Aber jetzt baue ich noch einen Prinzen.

Heute mache ich aber erstmal eine private Fortbildung. Ich gucke mir ein Puppentheaterstück an. Bei den "Puppenstars" habe ich mich schockverliebt in die Katze vom Theater Zitadelle, die so wunderbar gespielt wurde. Darum mache ich heute einen Sonntagsausflug, um sie mal genauer anzusehen.

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