Blog 403 - 17.01.2016 - Bauerfahrungen und Showbesuch

Wenn ich auf meine Klappmaulpuppen sehe, freue ich mich. Nicht nur, weil es inzwischen eine bunte Truppe ist, sondern auch, weil ich viel beim Bauen ausprobiert habe. Dass ich dabei auch bemerkt habe, dass manche eigene Bauidee die spätere Spielfunktion einschränken kann und ich einiges jetzt nicht mehr so, sondern anders machen würde, gehört unbedingt dazu. Aber gerade dieses Ausprobieren finde ich wichtig, um einen eigenen Weg zu finden und idealerweise sicherer und besser zu werden. Spielfähig sind die Puppen immerhin alle und ich staune, wie viele ich schon habe.

Perfekt zum weiteren Lernen war in den letzten Wochen auch das gemeinsame Bauen mit Bodo Schulte. Zu sehen, wie er kniffelige Anforderungen bautechnisch löst, hat in der Bauabteilung meines Assistentinnen-Hirns Tore geöffnet und neue Bereiche aktiviert. Während ich noch überlegte, wie eine komplizierte Bewegungsfunktion gebaut werden könnte und sicher war, dass für das Spielen später zwei Spieler benötigt würden, begann er mit einer eher simplen, aber wunderbar funktionierenden Vorrichtung für einen einzelnen Spieler, an die ich nicht mal entfernt gedacht hatte. Ziemlich erstaunt guckte ich ihm zu und sagte ehrlich bewundernd: "Boah, darauf wäre ich überhaupt nicht gekommen!", woraufhin er lässig grinste: "Darum bin ICH ja auch noch der Dozent." Wo er Recht hat ... Allerdings hatte ich das auch nie bezweifelt. Dass ich von seinen vielen Jahre Puppenbauerfahrung und Kreativität so viel mitnehmen und lernen kann, ist für mich einfach großartig.

Sehr spontan gehe ich an einem Abend zur zweiten Aufzeichnung der RTL-Puppenstars. Ich wollte nur die Finalshow in der nächsten Woche besuchen, habe aber so viel von meinen To-Do-Listen erledigt, dass mir ein ruhiger Abend mit viel Herumgesitze nicht schaden wird. Außerdem hat mich diese Sendung seit dem Sommer - zuerst mit dem Casting, danach mit dem Bauen - sehr beschäftigt, so dass ich plötzlich das Gefühl habe, ich möchte auch am Ende nochmal als Zuschauer in einer der Vorauswahlshows sein.

Das Herumgesitze ist dann tatsächlich viel, die Aufzeichnung dauert mehr als vier Stunden, der Aufenthalt im Studio mehr als sieben, es gibt aber auch viel zu sehen. Tolle Nummern, einen nervigen Animateur und nicht so tolle Nummern, bei denen ich mich frage, warum die es überhaupt bis in die Show geschafft haben. Interessant ist es in vielerlei Hinsicht. Mal sehen, wie die mit Einspielfilmen und Backstage-Aufnahmen ergänzten Ausstrahlungen im Fernsehen sein werden. In zwei Wochen geht es mit der ersten los.

Immer noch geheim und momentan nicht näher erklärbar sind die Vorbereitungen für das geheime Geheimprojekt. Es ist anhand des Fotos für schlaue Kombinierer zu erkennen, dass es auch um Essen geht. Aber es bleiben hoffentlich Fragen, die erst in drei Wochen von mir aufgelöst werden können, wenn die zu Überraschenden überrascht wurden.

Und es gibt außerdem ein überraschendes Geheimprojekt. Das ist etwas anderes als das geheime Geheimprojekt. Das überraschende Geheimprojekt lag schon etwas länger in der Luft, sah dann aus, als wäre es abgesagt und erledigt, und kommt nun überraschend doch. Darüber möchte ich erst in der nächsten Woche schreiben. Das finde ich jetzt selber ein bisschen blöd, aber ...

 ... ist doch ein toller Cliffhanger. Eine ganze Woche Spannung, Kopfschütteln und Rätselraten. Macht sie eine Elektrikerausbildung? Putzt sie das Opernhaus? Gehört das Foto überhaupt zum überraschenden Geheimprojekt?? Kann sie nicht einfach sagen, was es ist? - Nö.

 

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