Blog 401 - 03.01.2016 - Ferienfreizeittage mit Schere und Nadel

Neues Jahr. Für mich ist die Silvesternacht ein deutlicher Schnitt und es geht danach ganz neu und unverbraucht los. Das finde ich immer sehr spannend. In diesem Jahr geht es genau so weiter wie es aufgehört hat. Das ist diesmal perfekt. In der letzten Woche hatte ich mir vorgenommen, dass ich in den nächsten freien Tagen möglichst nur Lieblingssachen machen möchte. Was geschieht? Genau das. Unerwartet müssen weitere Klappmaulpuppen für den Hintergrund einer Puppennummer gebaut werden, und schon wieder fahre ich für einen Tag zur Werkstatt von Bodo Schulte, um beim Bauen zu helfen. Während der morgendlichen Hinfahrt höre ich die neue Live-CD von Gregor Meyle, singe mit, denke lächelnd an die Konzerte und bin überzeugt, dass ich einen schönen Ferientag haben werde. Habe ich dann auch.

Es müssen Hände, Arme und Körper geschnitten und mit Stoff überzogen und die Figuren zusammengebaut werden. Wir teilen uns die Arbeiten auf, sitzen nähend und klebend in der Werkstatt, und weil das Wetter Ende Dezember so ungewöhnlich warm ist, machen wir zwischendurch die Tür zum Garten weit auf und lassen Sonne und Luft hinein. Was für ein schöner, gemütlicher und trotzdem arbeitsamer und produktiver Tag. So ganz nebenbei ist Bodo Schulte ja auch noch mein Lieblingsdozent beim Thema Puppenbau. Da ich bisher nur einen Dozenten habe, ist das nicht besonders schwer, aber ob ich mit anderen Dozenten auch an meinen freien Ferientagen bauen und das für eine tolle Beschäftigung halten würde, bleibt erstmal abzuwarten. 

Bis zum Abend haben wir viel geschafft und ich nehme mir einen Rest als Heimarbeit mit nach Hause. Dort werkel ich am nächsten Tag in meinem Arbeitszimmer weiter. Zwei Arme und Hände bauen und beziehen, Kleinkram schneiden und bekleben und nebenbei ein spannendes Hörspiel hören.

Und weil ich gerade dabei bin und so viel Spaß daran habe, baue ich spontan einen neuen Körper für meine Auftragspuppe, beziehe ihn mit Stoff und muss ihn dann natürlich wieder etwas dunkler bemalen. Das hatte ich gerade erst mit dem vorherigen Körper gemacht, aber der neue gefällt mir tatsächlich noch besser, so dass sich die Arbeit lohnt. Vielleicht hat aber auch nur das genaue und sorgfältige Arbeiten von Bodo bei mir abgefärbt und ich bin anspruchsvoller geworden.

Dann ist Silvester. Prost! Knall-Piff-Puff. 2016. Gefühlt bin ich noch irgendwo im Spätsommer. Aber wird schon stimmen, das mit dem neuen Jahr.

Gleich am nächsten Morgen geht es im Arbeitszimmer weiter mit dem Nähen und Kleben. Ich habe verschiedene Sachen, an denen ich nach Lust und Laune arbeiten kann. Könnte ein gutes Zeichen sein, dass das Jahr gleich mit dem Puppenbau beginnt.

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