Blog 393 - 08.11.2015 - Grüne Hügel, keine Rückmeldung, aber Mehlprobleme

Seit einigen Wochen bin ich immer mal wieder einen ganzen oder halben Tag lang Chauffeurin für ein Familienmitglied, lerne neue Gegenden kennen, sehe viel Landschaft und verbringe Wartezeit in diversen Fußgängerzonen und Cafés. In dieser Woche ist das Bergische Land dran. Es ist ein wunderschön sonniger Tag, es gibt Hügel, Kühe, grüne Wiesen und blauen Himmel, und das Wetter passt gar nicht zum November. Als ich mich am Nachmittag auf den Rückweg mache, habe ich das Gefühl, ich hätte einen Kurzurlaub gemacht. Grüne Hügel wirken sehr entspannend.

Die Rückmeldung der Puppenshow lässt weiterhin auf sich warten. Nicht nur ich, auch andere warten noch auf eine Entscheidung. Ich würde sagen, dass die Organisation des Auswahlverfahrens .... nun ja, deutlich optimiert werden könnte. Ich hätte überhaupt kein Problem, wenn ich jetzt von der Liste gestrichen wäre, aber diese lange Wartezeit bremst den Schwung doch merklich aus. Ich will kreativ sein und konsequent an etwas arbeiten, wenn ich dann abwartend rumstehen muss, sagen meine Kreativzellen irgendwann: "Ach, egal!" und sehen sich nach etwas anderem um. Momentan sage ich dann immer noch beruhigend: "Ach kommt, sie werden sich schon irgendwann mit Ja oder Nein melden", aber ich weiß, was meine Kreativzellen meinen.

Als Reaktion auf die fehlende Rückmeldung streue ich mir Mehl ins Haar und fixiere es mit Haarspray. Ach nee, das ist nur, weil ich für ein privates Krimidinner-Spiel, in dem ich eine alte italienische Oma spiele, weiße Haare haben möchte und ausprobiere, wie das für einen Abend machen könnte. Die Mehlvariante sieht ganz gut aus, bröckelt aber etwas später bei jeder Bewegung aus den Haaren. Es sieht aus wie extremer Schuppenbefall und geht auf gar keinen Fall.

Die zweite Variante mit Trockenschampoo ist deutlich besser. So würde mir draußen sofort über jede Straße geholfen werden. Aber ich gehe über keine Straße, sondern spiele mit Freunden das Krimidinner.

Vielleicht sollte ich mich aber in dieser Version nochmal neu für die Puppenshow bewerben. "85-Jährige spielt seit 60 Jahren in Seniorenheimen mit einer Puppen-Nackttänzerin!" Da wären eine schrille Puppe und die gute Homestory gleich mit drin. Alternativ könnte die 85-Jährige auch noch extremen Schuppenbefall haben, dann würde ich das Mehl verwenden. Sage mal einer, ich wäre nicht kreativ!

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