Blog 371 - 07.06.2015 - Ferien, Gayle und Buchplanungen

Ferien! Der Juni ist weitgehend terminfrei und bleibt es auch. Ich brauche einfach mal wieder einen Monat, in dem ich weitgehend ungebunden bin, der Kalender fast unbeschrieben ist und ich an vielen Tagen nicht auf die Uhr gucken muss. Tage, an denen ich ganz spontan entscheiden kann, was ich machen will und wie lange.

Zum Beispiel kurzfristig in die Kölner Comedia fahren und "Love" von Gayle Tufts ansehen. Das Programm habe ich im letzten Jahr schon in Berlin gesehen, aber von Gayle kann ich nicht zu viel bekommen. Somit startet der Ferienmonat gleich mit einem tollen Abend und einer wunderbaren Gayle. 

Endlich ist auch mein Arbeitszimmer aufgeräumt und wieder einsatzbereit. Als die vielen Stoffe und Utensilien für den Puppenbau sortiert und geordnet in Kisten und Kästen im Schrank stehen, habe ich riesige Lust, sie sofort wieder auszupacken und eine Klappmaulpuppe zu bauen. Alles ist wieder griffbereit und lacht mich an, da zucken die Finger von ganz alleine. Außerdem habe ich Ferien und darf machen, was ich will!

Aber ich bleibe standhaft. Zuerst ist das Piraten-Kinderbuch dran. Mit dessen Neu-Strukturierung werde ich jetzt konzentriert loslegen, um schnell entscheiden zu können, ob ich es überhaupt machen werde. Ungeklärt ist nicht nur, ob ich das Theaterstück für mich zufriedenstellend in ein Buch umwandeln kann, sondern auch, ob es wieder ein Buch mit vielen Bildern oder ein fast bilderloser, textlastiger Roman für Kinder werden soll. Die Geschichte würde sich gut in einem langen Text erzählen lassen, aber will ich wirklich auf viele Bilder verzichten? Oder kann ich das Wesentliche raus holen, in eine kurze Geschichte bringen und es damit vielleicht sogar besser machen?

Ich habe ein ganz gutes Gefühl und denke, dass ich einen Weg finden werde. Nach dem Inszenierungskurs im Januar gehe ich nochmal ganz anders an die Umarbeitung, mit der ich im letzten Dezember schon begonnen hatte. Außerdem bin ich jetzt so weit, dass ich die Geschichte sogar inhaltlich stark ändern würde, wenn sich das als der bessere Weg erweisen sollte. Dann wäre sie zwar anders als das Theaterstück, aber warum nicht? Es ist wie mit meinem Ferienmonat: Ich kann machen, was ich will.