Inszenierungskurs „Literatur in Szene gesetzt“, Seminarleiter: Bodo Schulte
Figurentheater-Kolleg Bochum, 4.-16. April 2016

Schon in den beiden letzten Jahren hatte ich mit dem Inszenierungskurs von Bodo Schulte am Bochumer Figurentheater-Kolleg geliebäugelt, fühlte mich aber noch nicht so weit. Ich musste mich beim Spielen noch viel zu sehr auf die Technik konzentrieren und wollte das nicht auch noch mit dem Inszenieren verbinden. Aber inzwischen war der Knoten geplatzt. Ich spielte zwar nicht unbedingt besser, aber ich war viel lockerer und wollte jetzt endlich loslegen. Mich interessierte nicht nur das Inszenieren und das Umsetzen eines Textes für die Bühne, sondern auch die kleine Werkschau am Ende des Kurses, in der kurze Ausschnitte der Ergebnisse vorgespielt wurden. Alles schien mir genau richtig, um wichtige Fragen zu beantworten: Kann ich ein Bühnenstück für Puppen inszenieren, das ich dann alleine spiele? Macht es mir Freude, vor Publikum zu spielen oder fühle ich mich überfordert? Wie spiele ich überhaupt mit mehreren Puppen, wenn ich nur zwei Hände habe?

Der Dozent des Kurses war Bodo Schulte, bei dem ich gar nicht erst überlegen musste, ob er etwas von der Sache verstand. Er baute Puppen, spielte, konnte Drehbücher schreiben, Regie machen und hatte nicht nur das Fachwissen, sondern auch ein scharfes Auge und ein gutes Gespür für Szenen, Pausen und die i-Tüpfelchen. Von ihm konnte ich viel lernen und vor allem am Ende des Kurses eine für mich wichtige Entscheidung treffen: Würde ich verstärkt mit dem aktiven Puppenspielen weitermachen wollen oder es lieber sein lassen?

An eine Inszenierung konnte unterschiedlich herangegangen werden. Im letzten Inszenierungskurs wurde von fertigen Puppen und ihren Eigenschaften ausgegangen, für die dann passende Geschichten entwickelt wurden. In diesem Jahr sollte ein Text als Grundlage mitgebracht werden, der bühnenfähig umgeschrieben wurde. Ich dachte an meine zwei Hände und suchte schlauerweise eine Geschichte, in der nicht viele Personen gleichzeitig miteinander agieren mussten. "Robinson Crusoe" war nicht schlecht, aber schließlich wählte ich mein eigenes Kinderbuch "Vom Frosch, der ein Prinz wurde". Das konnte ich ändern, kürzen und gegebenenfalls sogar später öffentlich spielen, ohne dass die Autorin Einspruch einlegen würde.

Obwohl ich mir vor dem Kurs keine Gedanken zur Inszenierung machen wollte, arbeitete mein Kopf von alleine und prasselte so viele Ideen heraus, dass ich plötzlich eine Geschichte für mindestens eine halbe Stunde Spielzeit zusammen hatte. Schnell, schräg und in Rückblenden aus einem Fernsehstudio erzählt, mit mir als Moderatorin. Na toll. Da war alles drin, was ich noch nie gemacht hatte, und offen mit Klappmaulpuppen spielen konnte ich auch nicht.

Ich baute sicherheitshalber einen Frosch, einen Prinz und eine Prinzessin als Klappmaulpuppen, damit ich sie nicht erst zeitaufwändig während des Kurses anfertigen musste. Ob das so gut war, dass ich schon mit eigenen Vorstellungen einer Inszenierung zum Kurs kam? Die Puppen packte ich mit einer Menge von Requisiten für meine Fernsehstudio-Idee in den Koffer und war bereit, sie alle nicht zu verwenden.

Der Inszenierungskurs war mit nur sechs Teilnehmern ausgebucht, was eine intensive Arbeit versprach. Genau das, was ich wollte. Die mitgebrachten Texte wurden vorgestellt und waren, sowohl von der Länge als auch inhaltlich, unterschiedlich: "Die Landmaus und die Stadtmaus", "Juri, der Weltraumpilot" und "Vom Frosch, der ein Prinz wurde" waren Bilderbücher, die zum Teil sehr wenig Text hatten. "Der kleine und der große Topf" war ein kurzes, indisches Märchen, "Das Gespenst von Canterville" eine lange Erzählung von Oscar Wilde mit vielen mitspielenden Personen, und es gab "Tante Else", die kein Text war, sondern die Idee zu einer Figur, die mit Maske gespielt werden sollte. Das passte nicht ganz in den Kurs, weil in diesem Jahr bewusst von Texten ausgegangen werden sollte, aber es stellte sich schnell heraus, dass "Tante Else" so präsent im Kopf saß, dass sie verhinderte, einen fertigen Text überhaupt in Erwägung zu ziehen.

Während Tante Else sich zuerst einmal einen Charakter überlegte, bearbeiteten die anderen Teilnehmer ihre Texte. Die Szenen wurden auseinandergepflückt, auf Zetteln kurz zusammengefasst und aufgeklebt. Das gab einen guten Überblick, an welchem Ort sie spielten, wie viele Personen jeweils dabei waren und wo sich "Bilder" zeigten, die schon beim Lesen sofort im Kopf blieben. Das arme Canterville-Gespenst hatte die allerlängste Geschichte und die meiste Arbeit. Während vier Teilnehmer sorgfältig klebten, das Gespenst immer noch schreibend zusammenfasste und Tante Else ihren Charakter suchte, machte sich der Dozent die ersten Notizen. Vielleicht über das Betragen und die Auffassungsschnelligkeit der Teilnehmer. Vielleicht aber auch nicht.

Vor dem weiteren Bearbeiten der Zettel gab es die Erklärung der klassischen Drei-Akt-Struktur. Exposition, Protagonist, antagonistische Kräfte und Wendepunkte wurden mehrfarbig und anschaulich an der Wandtafel erklärt und mussten dann in der eigenen Geschichte gefunden werden. Das war manchmal einfach, manchmal ergaben sich überraschend Fragen. War die Hauptperson bei der Mäusegeschichte die Land- oder die Stadtmaus? Wenn es bei der Froschgeschichte sogar drei Wendepunkte gab, hatte die dann eine Vier-Akt-Struktur? Welche Rolle spielte der indische Topf? Machen wir gleich mal eine Kaffeepause? Ist die Schokolade da für alle?

Bodo Schulte erklärte auch anscheinend komplizierte Begriffe anschaulich und gut verständlich, nannte Beispiele aus Filmen, in denen genau dieser Aspekt zu erkennen war, oder er erzählte eine kurze Story dazu. Es gab viel zu lachen und so blieb die Theorie leicht und locker. Ich hatte inzwischen ja schon viele Kurse bei ihm gemacht und fand es sehr angenehm, dass er kein starres Konzept hatte, sondern auf die Kursteilnehmer einging, viel Wissen vermittelte, mit eigener Begeisterung dabei war und spürte, wenn eine Pause gut tat. Auch die Teilnehmer waren gut drauf, alle sehr nett und sympathisch, so dass eine grundsätzlich gute Atmosphäre da war.

Nach weiteren Analysen der Textzettel und dem Einsatz farbiger Stifte, zeigten sich nicht nur wichtige Szenen, Ziele der Figuren und Konflikte, ich hatte auch viele Zusammenhänge verstanden. Witzigerweise hatte ich das Gefühl, in der Schule zu sitzen und an einer Text-Interpretation zu arbeiten. Noch witziger war, dass ich selber die Autorin war und jetzt analysieren musste, wie ich meine Geschichte aufgebaut und strukturiert hatte. Kurzzeitig wurde ich etwas nervös, weil sich herausstellen konnte, dass mein Text im  Aufbau mit "ungenügend" bewertet werden musste, aber zum Glück hatte ich vorbildliche Wendepunkte, Hindernisse und sogar einen Point of no Return drin. Puh. Glück gehabt! Wäre sonst echt peinlich geworden.

Neben den Betrachtungen zum Textaufbau ging es auch schon um die möglichen Figuren für ein Bühnenstück. Es gab viele Arten, von der Flachfigur über die Marionette bis zur Stabpuppe. Welche Geschichte war für Klappmaulfiguren geeignet, welche überhaupt nicht, wo boten sich Mischformen an? Wie mussten Tischfiguren gebaut sein, damit man sie abstellen konnte? Bodo erklärte, schrieb lange Aufzählungen an die Tafel und skizzierte diverse Bau-Lösungen. Ich dachte, dass sich meine Froschgeschichte recht gut mit Handpuppen an der Spielleiste spielen lassen würde. Aber ich wollte doch so gerne mal mit Klappmaulpuppen offen spielen. Hoffentlich legte Bodo mir nicht nahe, das komplett zu vergessen! Natürlich könnte ich auf meine Klappmaulpuppen beharren, aber wenn Bodo davon abriet, gäbe es Gründe, die er sicher besser einschätzen konnte als ich.

Ich saß über meinem Text, dachte an die witzige Inszenierungsidee mit dem Fernsehstudio und steckte sie ohne Bedauern in die Schublade "für später mal". Wir besprachen immer noch in der Gruppe alle einzelnen Ergebnisse der Textanalysen, das Canterville-Gespenst brauchte viel Zeit, weil es sehr lang geschrieben war, Tante Else machte völlig andere Überlegungen und Arbeitsweisen zum Thema, weil sie von der Figur und nicht von einem Text ausging, - wenn ich jetzt auch noch mit einer komplett anderen, von hinten aufgerollten Geschichte ankäme, würde das einen weiteren Aspekt der Bearbeitung aufmachen. Ach, ich konnte doch einfach mal am Text bleiben und daraus eine schöne Inszenierung machen. Das war zum Lernen der Grundregeln vielleicht sogar besser als gleich mit einer Fortgeschrittenen-Fassung zu beginnen und dabei womöglich den Überblick zu verlieren.

Die Kurstage gingen blitzschnell vorüber und noch immer waren sie voll mit Theorie und dem Analysieren der eigenen Texte. Nach den Themen "Heldenreise", "Fallhöhe" und "Schlüsselszenen" ging es an das Schreiben eines Treatments. Darin wurde der komplette Inhalt der Geschichte mit allen wichtigen Informationen, aber ohne Dialoge, zusammengefasst. Das Canterville-Gespenst wünschte sich seufzend, einen deutlich kürzeren Text mitgebracht zu haben. Der Juri-Weltraumpilot hatte sowieso kaum Dialoge, dafür bei jedem Umblättern des Bilderbuches eine neue Szene, und der indische Topf wurde in die arabische Sandwüste gesetzt. Tante Else suchte nach Spielszenen. Ihre Äußerungen beschränkten sich auf ein dunkles "Ha noi", was eine lautmalerische Satzeinleitung war und keine asiatische Metropole.

Zum Einstieg in eine Spielfassung stellten wir zu zweit in kurzen Improvisationen die jeweiligen Anfangsszenen der Geschichten nach. Gelbe Schaumstoffbälle waren die Puppen. Das Spielen machte locker und ich merkte, wie die Gruppe dadurch vertrauter wurde und Hemmungen verlor. Aber während ich spielte, fragte ich mich auch, wie ich denn alleine umsetzen sollte, was wir hier zu zweit machten? Egal wie schön die entstandene Szene war, wenn sie nachher vier Hände brauchte, konnte ich sie nicht verwenden. In meinem Kopf sortierte ich gleich aus, was ich nicht alleine spielen konnte. Bodo betonte eindringlich, dass wir uns nicht sofort mit einem "Das geht ja nicht" einschränken sollten. Gerne ergänzte er: "Das macht ihr dann mit einer Mechanik", wenn jemand an ein Spielproblem kam, und ich sah mich schon in einem Gewirr von Fäden und Kurbeln hinter dem Spieltisch stehen, die mich völlig überforderten und die ständig kaputt waren. Das lag aber hauptsächlich an meinem zickigen Sträuben gegenüber allem, was eventuell nicht fehlerfrei funktionierten würde. Trotzdem tröpfelte die Ermahnung, sich nicht einzuschränken, langsam in mein Hirn und ich merkte, dass ich mutiger und phantasievoller wurde. Erstmal eine schöne Idee haben und dann in Ruhe überlegen, wie sie auszuführen wäre. Oft gab es eine Lösung. Schon allein für diese bewusste Erkenntnis hatte sich der Kurs für mich gelohnt.

Die ersten Abende waren ruhig und hatten Freizeitcharakter, weil weder die Geschichten geschrieben, noch die Figurenarten entschieden waren. Ich hibbelte vor mich hin. So viele wertvolle Abendstunden gingen weg, an denen ich in der Werkstatt schon Sachen bauen könnte, die ich später brauchen würde. Aber ich hatte ja immer noch keine Ahnung, welche Szenen und Personen ich bei der Bearbeitung meiner Geschichte für die kurze Werkschau wählen und ob ich nicht doch mit Handpuppen spielen würde. Einerseits war ich durchgehend gut gelaunt und euphorisch, weil der Kurs viel Spaß machte und ich viel lernte, andererseits war ich ungeduldig, denn ich wollte jetzt so gerne auch schon mit der Bühnenfassung und dem Spielen beginnen. Es war aber noch zu früh, weil wir erstmal lernen mussten, was bei einer gründlichen Inszenierung zu beachten war. Fast ein Drittel der Kurstage war schon vorüber und ich dümpelte nach den täglichen Kursenden tatenlos herum. Ich WOLLTE so gerne was tun, aber ich KONNTE noch nicht. Beim Gedanken an die schnell schwindende Zeit seufzte ich: "Ohje!", dem ein zaghaftes: "Na, wird schon irgendwie klappen" folgte. Dass der Dozent, als ich sagte, er wisse schon, was er tue, laut lachte, verwirrte mich etwas. Ich vertraute trotzdem unbeirrbar darauf, dass er uns bis zur Werkschau zu einem spielbaren Ergebnis gebracht hatte.

Obwohl unsere Geschichten noch gar nicht geschrieben waren, sollten wir sie in gekürzter Form "durchstellen", das hieß, sie "trocken" zu üben, wie ein Bobfahrer vor der Abfahrt die Fahrstrecke durchgeht. Ich stellte eine grobe erste Spielfassung nur mit Handbewegungen durch und war erstaunt, wie sinnvoll das war. Sofort merkte ich, wo ich eine Hand frei haben musste, um eine Puppe aufzunehmen, wann ich ein Requisit links ablegen musste, um rechts ein anderes zu greifen und wo es gar nicht aufging und ich mir etwas anderes überlegen musste. Das Durchstellen war auch gut, um zu erkennen, welche Figurenart zum Stück passte. Die Klappmaulpuppen konnten sichtbar sprechen, die Handpuppen Gegenstände greifen. Am liebsten hätte ich den Kurs an dieser Stelle für zwei Tage unterbrochen, um in Ruhe zuhause eine spielbare Geschichte auszuprobieren, sie in Varianten durchzustellen und zu entwickeln. Ich wollte jetzt nicht schnell etwas zusammenschreiben, sondern es gut machen, richtig strukturieren und mit originellen Ideen versehen. Momentan wusste ich nicht mal, ob ich nun Klappmaul- oder Handpuppen nehmen würde, was aber wichtig war, um die passende Bühnenfassung zu entwickeln.

"Ohje, ohje, ohje", dachte ich. Was für wichtige Entscheidungen ich jetzt blitzschnell treffen musste! Ringsherum sah ich auch in den anderen Augen einen leichten Verzweiflungsschimmer. Vermutlich bemerkte den auch der Dozent, denn er lächelte voller Energie und sagte freudig: "Ich finde, dass jetzt die schönste Phase beginnt, weil wir konkret planen können!" Höflich zustimmendes, aber kraftloses "Mmmmh!" war als Antwort zu hören, es wurde trübe genickt, ernst geguckt und gedankenverloren vor sich hin gestarrt. Das fand ich so witzig, dass ich gleich wieder gute Laune hatte. "Ihr seid schon weit!", versicherte Bodo zuversichtlich, während ich mir Gedanken machte, ob ich nun komplett auf Handpuppen wechseln müsste, Juri grübelte, wie er ein Raumschiff bauen sollte, das Gespenst immer noch fünf Personen auf zwei Hände verteilen musste und die Landmaus fassungslos war, weil ihr "eine Mechanik, bei der erst gesät wird und dann der Weizen wächst" empfohlen worden war. Eins musste man Bodo lassen: Er war äußerst positiv, er motivierte, wenn die Teilnehmer nur noch den Berg vor sich sahen und er beschränkte sich nicht bei der Ideenfindung.

In der Nacht wachte ich auf, weil ich die Geschichte im Kopf hatte. In drei Akten, mit Klappmaul- und Handpuppen. Abwechselnd. Schnell aufgeschrieben und weitergeschlafen. So einfach ging's.

Am nächsten Tag hatte der Dozent Geburtstag und die Teilnehmer zeigten, dass sie zumindest ein gemeinsames Frühstück schon schön inszenieren konnten. Das gehörte allerdings nicht zum üblichen Kursinhalt und ersetzte auch nicht die danach fast pünktlich beginnende Theoriestunde, zu der das gut gelaunte Geburtstagskind drängte.

Nach einer Anleitung, wie ein Dreh- oder Spielbuch professionell angelegt wird, und mit den passenden Schreibprogrammen auf den Computern, ging es los. Die Bühnenfassungen entstanden. Zum Teil noch ohne ausgearbeitete Dialoge, aber jetzt endlich konkret. Glücklicherweise war mir meine Bühnenfassung ja in der Nacht eingefallen, so dass ich mit Schwung tippen konnte. Inzwischen war mir auch klar, dass wir die eigentliche Inszenierung gar nicht langsam, sondern sogar im Schnelldurchlauf machten. Es gab Grundlagen, die wir dazu erstmal kennen mussten, und die hatte Bodo schon stark zusammengefasst und auf die wichtigsten Punkte beschränkt. Was andere lang studierten, überflogen wir in wenigen Tagen. Zuhause würde ich mir wesentlich mehr Zeit für die Vorarbeit nehmen. Dass die gründliche Vorbereitung des Textes wichtig war, um am Ende eine gut strukturierte Geschichte zu haben, fand ich jetzt ganz logisch, denn während des Probens mit den Puppen würde ich nicht mehr so gezielt auf den Handlungsablauf achten und vermutlich einiges übersehen oder verwischen. Der Dozent wusste also doch ziemlich genau, was er tat.

Kaum war das Spielbuch geschrieben, probierten wir unsere erste Szenen an den beiden aufgebauten Spielleisten oder unseren improvisierten Bühnen. Ich wählte einen Tisch und meine Klappmaulpuppen. Sofort merkte ich, dass ich eine andere Spielhöhe brauchte. Außerdem räumte die breit gebaute Prinzessin mit ihrem Kleid die Dekoration ab. Der Tisch musste höher sein und die Prinzessin schmaler.

Gut, dass wir am Ende der ersten Woche bis zu diesem Punkt gekommen waren, denn der Dozent verabschiedete sich ins Wochenende, wo er sich entspannen wollte, während die Kursteilnehmer die Werkstatt nutzen konnten, um zu bauen. Bei mir standen zwei Handpuppen, eine Klappmaulprinzessin und eine Tischbühne auf dem Programm. Das bedeutete ein abwechslungsreiches Wochenende: Schneiden, kleben, bohren, sägen und nähen. Nicht alle Teilnehmer verbrachten die beiden Tage in der Werkstatt, es war völlig freigestellt und hing vom Bedarf an Puppen und Requisiten, sowie von der Lust aufs Durcharbeiten ab. Ich persönlich freute mich über das aktive Wochenende, weil ich sowieso total gerne baute. Die Freizeit-Dümpelei hatte ein Ende, ich konnte aktiv werden. Außerdem hatte ich das sichere Gefühl, dass es ab jetzt in schnelleres Fahrwasser ging und die Stromschnellen nicht mehr weit waren.

Am Montag nach dem Wochenende trafen sich alle wieder im Seminarraum. Die Stücke waren in einer ersten Fasung geschrieben, stimmten aber noch nicht immer im Ablauf. "Mach den anderen Charakter doch einmal nett und einmal abweisend und guck, was rauskommt", half Bodo, wenn es noch nicht rund lief, aber er bestimmte nicht, was zu schreiben war. Arbeiten, herausfinden und entscheiden sollten und konnten die Teilnehmer auf Basis ihrer Dramaturgie-Kenntnisse jetzt selber. Die Land- und die Stadtmaus, die vorher so einfach und klar schienen, machten plötzlich Probleme. Wie unterschieden sie sich charakterlich? War die Landmaus dumm und hinterwäldlerisch und die Stadtmaus arrogant und zickig? Sollte das so klischeehaft gespielt werden, oder was gab es an Varianten? Egal wie es entschieden wurde, wichtig war, es durchzuziehen und zu wissen, dass jede Charakteränderung Auswirkungen auf die anderen Szenen hatte.

Für Bodo fing jetzt die richtig anstrengende Arbeit an. Sechs nette, aber charakterlich unterschiedliche Teilnehmer hatten sechs verschiedene Geschichten, und sowohl die Teilnehmer als auch die Geschichten mussten individuell behandelt und betreut werden. Was dem einen Teilnehmer leicht fiel, fiel dem anderen schwer, der eine brauchte mehr Zeit für etwas, der andere hatte eine kompliziertere Geschichte. Bei dem einen reichte eine kleine Anregung, der andere hing fest und brauchte konkrete Hilfe. Das erforderte auch von einem erfahrenen Dozenten wie Bodo eine hohe Konzentration. Er wechselte von einer Geschichte zur anderen, ging auf alle Fragen und jede Person individuell ein und behielt den Überblick über das, was noch anstand. "Sagt mir Bescheid, wenn ich was angucken soll!", forderte er auf und war nur noch unterwegs. Spätestens jetzt zeigte sich, dass der Kurs nicht mehr als sechs Teilnehmer haben durfte, denn selbst die hatten noch mehr Bedarf an persönlicher Unterstützung als der Dozent Zeit zur Verfügung hatte.

In der Werkstatt war jetzt auch tagsüber viel los. Zwischen den Theorieblöcken wurde gesägt, gemalt, gehämmert und die Nähmaschine surrte. Ich merkte, wie mein innerer Druck weiter stieg und freute mich, weil ich eine aufgedrehte Arbeitsatmosphäre mochte. Überall war jetzt Anspannung zu spüren, die sich aber nicht in Zickereien zeigte, sondern in Gelächter. Wenn ich in schnellem Schritt aus einem Raum kam und der Juri-Weltraumpilot mit einem seufzend ausgestoßenen "Oh, Gott!" an mir vorbei eilte, mussten wir beide lachen. Ein wenig Fassungslosigkeit steckte allerdings schon im Lachen. Ohje, wie sollten wir das nur alles bis zum Samstag schaffen? Die Kulissen waren noch nicht gebaut, im Stück musste noch geändert werden, der Text war nicht gelernt und eine weitere Figur musste angefertigt werden. Dass jetzt an der Wand ein Ablaufplan mit den letzten Terminen bis zur Aufführung hing, machte es nicht besser. Dass im Haus Ankündigungen für die öffentliche Werkschau hingen, auch nicht. Aber trotzdem war ich bestens gelaunt und vertraute auf irgendeine Form von Wunder. Würde schon irgendwie klappen.

Ich wollte unbedingt das Inszenieren lernen, schreiben und bauen, aber ich wollte doch auch endlich spielen! Mein erster Auftritt stand bevor, und den wollte ich möglichst gut hinbekommen. Hin und wieder legte ich mir bewusst eine kurze Probezeit in den engen Zeitplan, aber es war so viel anders zu tun. Ich konnte sowieso erst dann richtig proben, wenn der Spieltisch und die Requisiten fertig gebaut waren. Während des Nähens legte ich mein Spielbuch neben mich, um zumindest den Text parallel zu lernen. Natürlich hatte Bodo Recht, wenn er immer wieder darauf verwies, dass es im Kurs um das Inszenieren ging, das viele Bereiche umfasste, und die Werkschau am Ende nur ein kleiner Teil davon war. Niemand verlangte, dass dort ein perfektes Stück gezeigt wurde. Aber ebenso natürlich wollten alle Teilnehmer dort nicht mit einer groben, stockenden Arbeitsfassung auftreten. Mit einer nicht geübten Nummer würde ich wenig Spaß am öffentlichen Spielen haben und es danach vielleicht nicht mehr machen wollen. Hilfe! Ich brauchte eine Woche mehr Zeit!

Wir ließen die Arbeit liegen und setzten uns gemeinsam in den Theaterraum, um unsere Stücke im Probestatus anzusehen. Noch nicht ausgearbeitete Stellen wurden erklärt mit: "Und hier würde jetzt noch der andere kommen." "Wo ist der?" "Noch nicht gebaut." Anschließend schilderten wir unsere Eindrücke als Zuschauer, besprachen die Stücke und Bodo gab Hinweise für Änderungen. Ich fand sehr interessant zu sehen, was aus den Texten gewachsen war und empfand das gemeinsame Ansehen und Besprechen als wichtige Hilfe. Außerdem war mein Stück zu lang. Kurzentschlossen warf ich den zweiten Akt bis auf eine sehr kurze Szene wieder raus. Die extra dafür gebauten Handpuppen würden jetzt nicht mal mehr eine Minute lang auftreten. Das war schade für sie, aber auch das Einhalten der vorgegebenen Zeit gehörte zu einer guten Inszenierung. Ich hatte viel gelernt.

In drei Tagen war die Werkschau. Die Zeit rannte. Zwischen der Bauerei und den immer kürzeren Theorieeinheiten probte ich manchmal und lachte und seufzte dabei abwechselnd über meine Spielfehler. In drei Tagen sollte ich spielen und wusste nicht mal, ob der Dozent mein Ergebnis nicht doch noch geändert haben wollte. Bisher hatte er die gekürzte Fassung noch nicht angesehen und vielleicht hatte ich aus dramaturgischer Sicht etwas Entscheidendes vergessen, was er natürlich sofort bemerken würde. Aber ich machte mir nicht wirklich große Sorgen. Dazu hatte ich gar keine Zeit. Wenn es noch etwas zu ändern gab, würde ich das eben machen. Irgendwie würde es schon klappen. Wundersamerweise konnte ich ja auch auf meiner langen To-Do-Liste immer mehr abhaken. Und wundersamerweise war die Stimmung im Kurs bei allem Stress aufgedreht, fröhlich und energiegeladen.

Am nächsten Vormittag konnte ich Bodo tatsächlich vorspielen und die Nummer kurz mit ihm besprechen. Er hatte einige wichtige Hinweise zur Spieltechnik und Optik und freute sich, dass sie zeitlich jetzt genau in der Vorgabe lag. Der stark gekürzte 2. Akt passte, und es passte auch, dass die Geschichte tragisch endete. Vorschläge und Kritik von Bodo empfand ich immer als hilfreich, denn ich kannte seinen guten Blick und war fasziniert, wie klar er sagen konnte, was nicht stimmte, und wie deutlich besser die Szenen nach seinen Änderungsvorschlägen wurden. Ich bedauerte kurz, dass ich nicht alleine im Kurs war, denn dann hätte er einen ganzen Tag Zeit für ein ausgiebiges Coaching gehabt, nach dem von mir vermutlich noch eine Menge mehr geändert worden wäre. Andererseits hätte ich dann auch immer alleine im Theorieunterricht sitzen müssen und weniger zu lachen gehabt.

Es gab einen weiteren Theorieteil, diesmal zum Thema Bühnenlicht. Wir hibbelten etwas herum, weil wir alle noch bauen und proben mussten, aber das Thema war wichtig und der Dozent unnachgiebig. "Jetzt denkt doch nicht immer nur an die Werkschau!", mahnte er gespielt genervt, wusste aber genau, dass wir das weiterhin machten. Trotzdem hatten wir auch ein Auge auf das Bühnenlicht, und erstaunlicherweise tat es ganz gut, für die kleine Theorieeinheit mal aus dem hohen eigenen Arbeitstempo geholt und ruhiggestellt zu werden. Es gab Fluter, Bühnen- und Profilscheinwerfer, die wir uns in Aktion im kleinen Bühnenraum ansahen, und ich malte sorgfältig ein Lastteil mit seinen Ausgängen zu diversen Scheinwerfen und dem zugehörigen Lichtpult von der Wandtafel ab. Außerdem gab es eine kurze Einführung in die Grundausstattung eines Puppenspielers. Was da an Bühnenteilen, Stativen, Traversen, Scheinwerfern, Lautsprecherboxen und Schaltpulten zusammenkam, war wesentlich größer als der Koffer mit den Puppen.

Ungeachtet seiner Ermahnungen, nicht ständig an die Werkschau zu denken, leuchtete der Dozent selber sorgfältig den Theaterraum aus, schrieb sich die einzelnen Lichtstimmungen und -wechsel für die Stücke auf, sprach mit den Teilnehmern die knappen Musikeinspieler ab, guckte sich Proben an, wurde gefragt, half beim Befestigen der Kulissen am Bühnenrand, schraubte in der Werkstatt, gab Spielhinweise und war mit großem persönlichen Einsatz genauso viel und ständig beschäftigt wie alle anderen. Natürlich wollte auch er, dass am Ende eine schöne Vorführung stattfand.

Für die einzelnen Nummern wurden die Details besprochen - schwebt das Canterville-Gespenst vorne entlang oder bleibt es hinten, und wie wirft man den Raumschiffmüll hinter der Leiste hoch, damit man ihn vorne sieht? - und danach festgelegt, wer hinter der Bühne bei was half und wer alles für den Umbau der nächsten Nummer zuständig war. Es sollte alles professionell und reibungslos ablaufen. Die Tätigkeitsliste an der Wandtafel füllte sich, und neben unseren eigenen Auftritten hatten wir jetzt auch noch andere Aufgaben. Wie in echt eben. Genau das wollte Bodo haben. Eine Inszenierung, die mit einem Prosatext startete und mit der Endverbeugung nach der Vorstellung abschloss.

Die Stimmung war aufgedreht, gut gelaunt und schon merklich bühnenfiebrig. Ich hätte gerne viel mehr geprobt, saß aber an Fröschen, Kleidersäumen und den letzten Punkten der To-do-Liste. Wenn mein Material zum Spielen nicht in Ordnung war, könnte ich so viel proben wie ich wollte, es würde nicht funktionieren, also musste ich immer noch bauen. Was hatte ich mir auch so viele Nebendarsteller ins Stück inszeniert? Stress und Hektik waren überall zu spüren, und auf die verzweifelten Fragen: "Wie soll ich das nur schaffen?", erklärte der Dozent jedes Mal geduldig: "Das ist immer so, am Ende wird es knapp. Auch das gehört zu einer Inszenierung." Ich hatte noch nie eine SO knappe Inszenierung erlebt, aber ich hatte auch noch nie erst zwölf Tage vor der Premiere angefangen. Zu meiner Beruhigung redete ich mir ein, dass ich das Stück auch mit nur sehr wenigen Proben locker spielen konnte, und weil es gar keine andere Möglichkeit gab, glaubte ich mir lieber mal. Würde schon klappen. Es war eine völlig abgedrehte Situation. Alle wirbelten herum, waren aber trotzdem jederzeit bereit zu helfen, anzupacken und zu lachen. Jeder arbeitete an seinem eigenen Stück, aber wir würden es gemeinsam schaffen. Was für ein schönes Gruppengefühl, das sich nicht nur auf die sechs Teilnehmer, sondern auch auf den Dozenten Bodo bezog.

Mittags beim Chinesen - so schlimm konnte der Wahnsinn ja gar nicht sein, wenn ich noch in Ruhe essen ging - blickte ich zufällig auf den Wandkalender. 15. April stand darauf. Ich starrte auf das Datum und war kurz fassungslos. Der 16. April war seit Wochen der Termin, an dem der unendlich lange Kurs nach unendlichen zwei Wochen vorbei sein würde. "Ich bin erst Mitte April wieder zuhause", hatte ich immer gesagt. Das war immer weit entfernt gewesen und jetzt war es morgen! Natürlich war mir auch in der Hektik klar gewesen, dass der letzte Kurstag vor uns lag, aber es so deutlich zu sehen, so unmittelbar vor der Werkschau und dem Schluss zu stehen, war dann doch fast erschreckend. Och nee, ich hätte gerne noch ein paar Tage drangehängt.

Am nächsten Tag wurde parallel geprobt, gehämmert, aufgeräumt, gestrichen und eine Besprechung mit Feedback zum Kurs gemacht. Blitzschnell war der Mittag erreicht und es gab die Generalprobe. Alle Nummern wurden durchgespielt und die letzten kleinen Änderungen bei Licht, Ton und Aufbau notiert. Wo hinter der Bühne während des Spielens anreichende Hände gebraucht wurden, standen zuverlässige Hilfen bereit. Das Miteinander und die Unterstützung waren selbstverständlich.

Nach der Generalprobe wurde der Raum schnell wieder vorbereitet und jeder sah nach, ob seine Requisiten bereit lagen. Auch am Mischpult war alles vorbereitet, die Stühle waren in Reihen aufgestellt, Gelegenheit zum nervösen Rumzicken und Randalieren in der Garderobe gab es nicht, denn zum einen es gab keine Garderobe, zum anderen kamen schon die Zuschauer.

Das Publikum war nicht sehr zahlreich, dafür am Puppenspiel interessiert. Bodo saß als Licht- und Tontechniker am Mischpult, und die Vorstellung, inklusive der Umbauten lief wie im Ablaufplan vorgesehen ab. Die Land- und die Stadtmaus erlebten Abenteuer und brummten auf einer Vespa durch die Gegend, Juri fand einen Freund im Weltraum und hatte in der Schlussszene versehentlich den Super-Wupp-Antrieb im Klappmaul, was aber so lustig war, das es wie eine gute Inszenierungsidee wirkte, bei meiner Froschgeschichte war der Schmetterling für die letzte Szene im Gewühl der Requisiten verschwunden und konnte nicht auftreten, was aber nicht auffiel, Jakki und Jukki wechselten den großen Topf, hatten aber keinen kleinen, das Gespenst von Canterville spielte oben, unten, vorne und hinten und war sehr abwechslungsreich, und am Ende kam Tante Else, hatte ihren ganz besonderen, faszinierenden Charakter gefunden und machte planmäßig den Raum dreckig. Alles prima. Nur das geprobte schnelle Abgehen nach der letzten Verbeugung kam aus dem Rhythmus, weil es plötzlich noch Blumen gab. Dafür, dass der Kurs kein Spielkurs war, sondern die Schwerpunkte in der Theorie, beim Bearbeiten der Texte und der Umsetzung zu einem Spielbuch hatte, war die Werkschau auch spielerisch erstaunlich gut gelungen.

Wir freuten uns, räumten blitzschnell auf, und nach der Verabschiedung bröckelte die Gruppe rasch auseinander. Termine, weite Heimreise, Kursende. Zu viert saßen wir noch im Bistro Papillon, das genau so hieß, wie der Schmetterling, den ich für die Schlussszene nicht gefunden hatte. Was hatten wir da für einen tollen Kurs gehabt! Anstrengend, anregend, spannend, motivierend und so voll mit Informationen und Arbeit, dass er uns trotz der zwei Wochen ganz kurz vorgekommen war. Mit einer Werkschau am Ende, die ein schöner Endpunkt mit kurzen Ausschnitten der Ergebnisse war. Und mit einem tollen Dozenten, der sich sehr einsetzte, sein Wissen gerne weitergab und sich freute, wenn daraus Neues erwuchs.

Und ich hatte meinen ersten Auftritt mit einem Puppenstück gemacht. Es hatte hier und da noch ein bisschen gehakt, ich musste mich sehr konzentrieren, meine Spieltechnik und die Bühne könnten optimiert werden, aber das Spielen vor Publikum mit Puppen, Handlung und Requisiten hatte mir großen Spaß gemacht. Auf einmal lag ein großes Feld mit vielen Möglichkeiten vor mir.

Wenn ich dieses kurze Stück umsetzen konnte, konnte ich das auch mit einem längeren machen. Ich konnte bei Klappmaulfiguren bleiben oder Handpuppen nehmen, je nachdem, was besser passte. Oder Figurenarten mischen. Es war so viel möglich. Und beim Froschstück hatte ich mit Klappmaul- UND Handpuppen gleich eine Richtung gefunden, die mir für mein eigenes Spielen gefiel. Jetzt könnte ich glatt auch meine Fernsehstudio-Idee umsetzen, das erschien mir gar nicht mehr schwierig. Nur nicht selber einschränken und gleich denken: Das geht ja nicht! Vielleicht würde ich mir sogar mal eine Mechanik bauen, bei der ich aussäen und den Weizen wachsen lassen konnte. Na, vermutlich nicht. Aber MÖGLICH wäre es.


Erst Zuhause fiel mir ein, dass ich schon vor einem halben Jahr zum ersten Mal vor Zuschauern gespielt hatte. Drei Minuten beim Casting für "Die Puppenstars". Wieso hatte ich das verdrängt und die ganze Zeit gedacht, dass erst die Werkschau des Inszenierungskurses mein Premieren-Auftritt war? Ich dachte etwas verwundert darüber nach und mir wurde klar, dass das Casting für mich nur die Vorstufe zum Spielen gewesen war. Erst jetzt hatte ich eine kleine, selbstinszenierte Geschichte vor "normalem" Publikum vorgespielt und erst jetzt hatte ich das Puppenspieler-Gefühl erlebt. Ein gutes, warmes Gefühl. Und jetzt hatte ich das nächste Ziel: Die Froschgeschichte in der langen Version inszenieren, proben und vor Publikum spielen.